Die UEFA Conference League ist zurück, und die Hinspiele der Play-offs der K.o.-Runde lieferten genau das, was dieser Wettbewerb am besten kann: unerwartete Sieger, hartnäckige Außenseiter und Ergebnisse, die noch völlig offen sind. In einem Format, in dem ein einziger Moment den Ausgang einer gesamten Doppelbegegnung entscheiden kann, lassen sich diese Spiele am besten anhand von Zahlen interpretieren, die Absichten, Druck und Risiken offenbaren.
Im Folgenden finden Sie eine übersichtliche Zusammenfassung der Hinspiele für jedes Team, basierend auf einer herausragenden Statistik pro Mannschaft. Betrachten Sie dies als eine praktische Zusammenfassung: Was ist passiert, was bedeutet das und worauf sollte man in den Rückspielen achten?
Noah vs. AZ Alkmaar: Das überraschende Ergebnis, das nun echte Konsequenzen hat
Noah sorgte für den überraschendsten Heimsieg des Abends, besiegte AZ mit 1:0 und verschaffte sich damit eine echte Chance auf die Qualifikation.
- Noah: 10 Spiele ohne Gegentor in dieser Saison, davon neun zu Hause. Diese Heimstärke ist nun ihr größter Trumpf.
- AZ Alkmaar: 12 Gegentore in Auswärtsspielen in der Saison 2025/26 (einschließlich Qualifikationsspiele). Das Problem ist nicht das Talent, sondern die Kontrolle in Auswärtsspielen.
Wenn Noah seine Form beibehält und das Spiel kontrolliert, kann es AZ das Rückspiel länger schwer machen, als dem AZ lieb ist.
KuPS gegen Lech Poznań: Eine rote Karte, eine harte Lektion und ein schwer zu erklimmender Berg
KuPS verlor zu Hause mit 2:0, obwohl es die meiste Zeit des Spiels in Unterzahl war. Das ist eine brutale Kombination in einem Hin- und Rückspiel.
- KuPS: In dieser Saison haben sie acht Mal kein Tor erzielt. In Europa ist das in der Regel fatal.
- Lech Poznań: Hat in elf Heimspielen in Folge getroffen. Diese Konstanz gilt auch auswärts und verschafft ihnen einen Vorsprung.
KuPS braucht in Polen ein frühes Tor, um das Spiel spannend zu machen. Ohne dieses Tor kann Lech das Spiel nach seinen Vorstellungen gestalten.
Sigma Olomouc gegen Lausanne-Sport: Das 1:1, bei dem noch nichts entschieden ist und das im Rückspiel explodieren könnte
Dieses Spiel endete 1:1 und fühlte sich wie ein klassisches Unentschieden im Hinspiel an: Eine Mannschaft hatte mehr Chancen, die andere ging zufrieden vom Platz.
- Sigma Olomouc: 7 Mal in ihrer europäischen Geschichte haben sie mit 1:1 unentschieden gespielt. Das ist vertrautes Terrain, aber nicht immer angenehm.
- Lausanne-Sport: Nach fünf Spielen immer noch sieglos gegen tschechische Mannschaften (0 Siege, 3 Niederlagen, 2 Unentschieden). Sie glauben, dass dieser Trend bald gebrochen wird.
Das Rückspiel fühlt sich wie eine taktische Schachpartie an, die plötzlich chaotisch werden könnte, wenn das erste Tor früh fällt.
Zrinjski gegen Crystal Palace: Eine Erinnerung daran, dass Ballbesitz nicht die Rechnungen bezahlt
Crystal Palace dominierte das Spiel, verließ Bosnien jedoch mit einem 1:1-Unentschieden, wodurch die Partie plötzlich spannend wurde.
- Zrinjski: 14 Unentschieden zu Hause in europäischen Wettbewerben insgesamt. Sie wissen, wie man zu Hause überlebt, selbst wenn man unterlegen ist.
- Crystal Palace: Dies ist das zweite Mal, dass sie ein europäisches Spiel nicht gewinnen konnten, nachdem sie in Führung gegangen waren. Die Frage ist nun, wie sie Spiele zu Ende bringen können.
Palace hat immer noch den stärkeren Kader, muss aber nun beweisen, dass es seine Überlegenheit auch in ein Ergebnis ummünzen kann.
Drita gegen Celje: Ein später Treffer, der das gesamte Duell entschied
Drita hätte beinahe einen 0:2-Rückstand aufgeholt, kassierte dann aber in der Nachspielzeit noch einen Gegentreffer und verlor mit 2:3. Emotional kann so etwas ein Team entweder brechen oder stärken.
- Drita: 24 Gegentore in dieser Saison. Wenn sich die Spiele öffnen, können sie an Schwung verlieren.
- Celje: 4 Auswärtssiege in diesem Wettbewerb in dieser Saison (einschließlich Qualifikationsspiele). Sie reisen nicht nur – sie kämpfen.
Das Rückspiel ist einfach: Drita muss besser verteidigen als in der ersten Halbzeit, und Celje muss bis zum Schluss diszipliniert bleiben.
Jagiellonia gegen Fiorentina: La Viola hat einen Fuß im Tor
Der 3:0-Sieg von Fiorentina war das deutlichste „Statement” dieser Runde. Jagiellonia braucht jetzt ein Wunder.
- Jagiellonia: 9 Heimspiele in Folge vor diesem Spiel… und sie haben keinen einzigen Torschuss erzielt. Das ist ein Zusammenbruch der Offensive.
- Fiorentina: 30 Siege in der Conference League insgesamt. Erfahrung und Know-how zeigen sich.
Fiorentina kann das Rückspiel nun wie eine professionelle Übung angehen. Jagiellonia muss schnell aufholen, was mit Risiken verbunden ist.
Omonoia gegen Rijeka: Ein Tor, eine rote Karte und ein knapper Vorsprung
Rijeka gewann auswärts mit 1:0 und schaffte es sogar mit 10 Mann, ohne Gegentor zu bleiben. Das sagt schon viel aus.
- Omonoia: 6
- Rijeka: Der erste Auswärtssieg in Europa und dazu noch ohne Gegentor. Das stärkt das Selbstvertrauen.
Omonoias Mission im Rückspiel ist es, das erste Tor zu erzielen. Ohne dieses Tor kann sich Rijeka auf seine defensive Spielweise verlassen.
Shkendija gegen Samsunspor: Die Neulinge mit der Schussfrequenz
Samsunspor gewann auswärts mit 1:0, und Shkendijas beeindruckende Reise ist nun in Gefahr.
- Shkendija: Die 13.> Heimniederlage in einem europäischen Wettbewerb. Die Geschichte ist zwar kein Schicksal, aber sie erhöht den Druck.
- Samsunspor: 17> Torschüsse im Hinspiel. Das ist kein „Glückstreffer”, sondern das Ergebnis einer kreativen Mannschaft.
Das Rückspiel in der Türkei scheint nun eine Geduldsprobe zu werden: Kann Samsunspor seine Überlegenheit in einen klaren Sieg ummünzen, oder wird Shkendija einen Weg finden, das Spiel ins Chaos zu stürzen?
